NOVELEDGE Risikorechner – Unternehmensrisiko

Der NOVELEDGE Risikorechner verbindet die Business Impact Analyse mit der Risikobewertung der Ressourcen und führt beides zu einem Unternehmensrisiko zusammen. Die Auswirkung einer Ressource wird dabei nicht geschätzt, sondern aus den Schäden der Prozesse abgeleitet, die von ihr abhängen.

So gehen Sie vor:

  • Einen Prozess erfassen: Schaden je Ausfalldauer aus der BIA, die Ressourcen mit Ausfallwahrscheinlichkeit und Abhängigkeit.
  • Die Prozesskette angeben. Prozesse derselben Kette beschreiben denselben wirtschaftlichen Verlust – ihr Schaden zählt nur einmal. Unabhängige Ketten werden addiert.
  • Übernehmen und den nächsten Prozess erfassen. Ressourcen mit gleichem Namen werden als dieselbe Ressource erkannt.
  • Ressourcen-Konzentrationsrisiken prüfen (Resource Concentration Risk, RCR): Der Rechner zeigt, von welchen Ressourcen ungewöhnlich viele der erfassten zeitkritischen Prozesse abhängen oder deren Ausfall einen außergewöhnlich hohen EBIT-Verlust auslöst. Die Schwellen sind einstellbar.

Methodik & Grenzen

Der Rechenweg ist im Fachbeitrag „Risikoaggregation: Vom Ressourcenrisiko zum Unternehmensrisiko“ hergeleitet. Gewichtung, Abhängigkeitsfaktoren, Stufenschwellen, der Abstand der Matrixstufen und die Schwellen des Konzentrationsrisikos sind Setzungen des Modells und lassen sich anpassen. Der Schaden wird als Anteil am geplanten Jahres-EBIT eingestuft und ist nicht auf 100 % begrenzt: Fixkosten laufen weiter, Zusatzschäden kommen hinzu, und über die MTA hinaus wachsen Folgeschäden meist überproportional.

Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht an uns übertragen. Das Ergebnis ordnet Risiken, es beziffert keinen erwarteten Verlust. Gemeinsame Risikotreiber zwischen Standorten und Korrelationen sind nur so weit abgebildet, wie sie über gemeinsame Ressourcen erfasst sind.

Unternehmensrisiko

bei einer Ausfalldauer von
Unternehmensrisiko
–
–
Höchstes Ressourcenrisiko
–
–
Schaden gesamt
–
–

Prozess erfassen

Ein Prozess nach dem anderen

Die durchgehende Wertschöpfungskette, zu der der Prozess gehört. Gleiche Kette: Schaden zählt einmal. Andere Kette: Schäden werden addiert.

Wie verhält sich sein Schaden zur Kette?

Finanzieller Schaden je Ausfalldauer (Mio. €, aus der BIA)

Gemeint ist der gesamte Schaden der jeweiligen Dauer: entgangener Deckungsbeitrag und Mehrkosten. Er kann bei langen Ausfällen den geplanten Jahres-EBIT übersteigen.


Ressourcen, von denen der Prozess abhängt

RessourceAusfallwahrscheinlichkeitAbhängigkeit

Ausfallwahrscheinlichkeit in Stufen von 1 bis 4, Abhängigkeit von 1 bis 4. Die Ausfallwahrscheinlichkeit gehört zur Ressource und gilt unternehmensweit – ein Stromausfall ist ein Ereignis, auch wenn er mehrere Prozesse trifft. Die Abhängigkeit gilt nur für diesen Prozess.

Ihr Unternehmen: Ketten und Prozesse

Ressourcen im Unternehmen

Auswirkung aus den abhängigen Prozessen abgeleitet
RessourceProzesse / KettenSchaden Mio. €Anteil EBITAusfallwahrsch.AuswirkungRisikowert

Der Schaden einer Ressource zählt je Prozesskette nur einmal und wird über unabhängige Ketten addiert. Sandfarben hinterlegt sind Ressourcen mit einem Ressourcen-Konzentrationsrisiko (RCR) – Einordnung und Begründung im folgenden Abschnitt.

Ressourcen-Konzentrationsrisiken Resource Concentration Risk (RCR)

Konzentrationsindikator – kein zusätzliches Risiko

RessourceAbhängig­keits­anteil (RDS)Abhängige ProzesseKonsol. EBIT-VerlustAuswirkungs­stufeSubstituierbarkeit / RedundanzStatusBegründung

Ein Konzentrationsrisiko liegt vor, wenn der Abhängigkeitsanteil oder der konsolidierte EBIT-Verlust die eingestellte Schwelle erreicht; kritisch ist es, wenn beides zutrifft. Grundlage sind die erfassten Prozesse – die zeitkritischen Prozesse der BIA. Der Abhängigkeitsanteil zählt Prozesse; wie viele Prozessketten dahinterstehen, steht darunter. Der konsolidierte EBIT-Verlust folgt der Kettenlogik: innerhalb einer Kette zählt der Schaden einmal, über unabhängige Ketten wird addiert. Er ist derselbe Wert wie in der Ressourcentabelle, und die Auswirkungsstufe ist daraus abgeleitet – beide Spalten gehören zusammen. Das Konzentrationsrisiko wird nirgends hinzugerechnet: Es ordnet ein, es verändert keine Schäden und keine Risikowerte. Die Ausfallwahrscheinlichkeit spielt dafür keine Rolle; sie steckt im Risikowert.

Schwellen für das Konzentrationsrisiko einstellen

Anteil der erfassten zeitkritischen Prozesse, die von einer Ressource abhängen (englisch: Dependency Concentration). Ein organisationsspezifischer Wesentlichkeitswert, keine allgemeingültige Grenze.

Darunter liegt eine Einzelabhängigkeit vor, keine Konzentration. 1 schaltet die Untergrenze ab.

Ist eine Ressource nicht substituierbar (Single Dependency), wird ein Konzentrationsrisiko mit nur einem erfüllten Kriterium als kritisch eingestuft. Die Bewertung erfolgt je Ressource in der Tabelle oben.

Risikomatrix 4 × 4

Ausfallwahrscheinlichkeit × Auswirkung

Auswirkungsstufe · Anteil am EBIT →
gering mittel hoch sehr hoch

Jede Ressource steht einmal in der Matrix – mit ihrer unternehmensweit abgeleiteten Auswirkung.

Modellparameter

Wie gerechnet wird – aufklappen

Gemeint ist das geplante Betriebsergebnis des laufenden Jahres, nicht das Ergebnis eines Vorjahres. Alle Prozentangaben zum EBIT beziehen sich auf diesen Planwert.

Auswirkungsstufen ab Anteil am EBIT (%)

Abhängigkeitsfaktoren der Stufen 1 bis 4

Gilt auf jeder Ebene: Ressourcen zum Prozess, Prozesse zur Kette, Ketten zum Unternehmen.

Unternehmensrisiko über die Ausfalldauer

nach dem eingestellten Modell

Ergebnis sichern

Bericht mit Matrix, Verlauf und Prozesslandkarte
Rechenweg: Kettenschaden = höchster Schaden der Kettenprozesse + Zusatzschäden · Ressourcenschaden = je Kette einmal, über unabhängige Ketten addiert · Ressourcenrisiko = Matrixwert aus Ausfallwahrscheinlichkeit und abgeleiteter Auswirkung · Prozessrisiko = α × höchstes (Ressourcenrisiko × Faktor) + (1 − α) × Durchschnitt · Kettenrisiko = α × höchstes Prozessrisiko + (1 − α) × Durchschnitt · Unternehmensrisiko = α × höchstes Kettenrisiko + (1 − α) × nach Kettenschaden gewichteter Durchschnitt · Ressourcen-Konzentrationsrisiko (RCR) = Abhängigkeitsanteil (RDS) oder konsolidierter EBIT-Verlust über der Schwelle, ohne Einfluss auf die Summen. Ein Matrixwert ordnet Risiken, er beziffert keinen erwarteten Verlust.

Prozessrechner – einen einzelnen Prozess durchrechnen

Wie stark Stufenschwellen, Abhängigkeitsfaktoren und Gewichtung das Prozessrisiko bewegen, zeigt der Prozessrechner im Fachbeitrag – mit Risikokurve über die Ausfalldauer.

Fragen zum Rechenweg oder ein Vorschlag zur Erweiterung? ✎ Hinweis geben

Die Datengrundlage: Business Impact Analyse

Der Rechner ist so gut wie die Schadenswerte, die er bekommt. Die BIA-Services von NOVELEDGE liefern genau diese Eingangsdaten – strukturiert, je Prozess und Ausfalldauer.